Mit dem Projekt „EIN LEBEN OHNE…“ setzt die Weibelfeldschule ein starkes künstlerisches und pädagogisches Zeichen. Im Mittelpunkt steht die Frage, worauf wir als Individuen und als Gesellschaft verzichten können, wollen oder vielleicht sogar sollten.
Der Begriff „Verzicht“ ist dabei bewusst offen gedacht und umfasst sehr persönliche Entscheidungen – etwa den bewussten Umgang mit Smartphones, Streaming-Diensten und sozialen Medien oder den reduzierten Konsum von Plastik und Süßigkeiten.
Das Projekt ist angelehnt an das Prinzip der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) sowie die Sustainable Development Goals (SDGs).
Ziel dieses umfangreichen Vorhabens ist es, den Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufen I und II einen innovativen, ganzheitlichen Zugang zu einem gesellschaftlich relevanten Thema zu ermöglichen. Durch die Verbindung von Darstellendem Spiel, Kunst und Musik entstehen vielfältige kreative Ausdrucksformen, die persönliche Reflexion fördern und ein tiefgehendes Verständnis für künstlerische Prozesse ermöglichen.
Eine zentrale Rolle spielt die Tänzerin und Choreografin Silke Wiegand, die gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern erarbeitet, wie individueller Verzicht und persönliche Gewohnheiten in Bewegung übersetzt werden können. Die entstehende Choreografie beschäftigt sich bewusst mit Pausen, Ruhemomenten und Stillstand – Elemente, die dem Thema eine völlig neue ästhetische und emotionale Perspektive verleihen und das Theaterstück um eine tänzerische Ebene erweitern.
Das Leitmotiv des Projekts lautet: „Ein Leben Ohne – ohne was? Ohne wen?“ Die Schülerinnen und Schüler setzen sich aus künstlerischen, musikalischen, plastischen und körperlichen Blickwinkeln mit Fragen nach Lebensstilen, Bedürfnissen, Werten und der eigenen Haltung auseinander. Ihre Ergebnisse werden im Rahmen der dritten Awareness-Ausstellung der Weibelfeldschule präsentiert.
Ein besonderer Höhepunkt ist die Vernissage am 24. Juni 2026 in der Stadtgalerie Dreieich, bei der die entstandenen Kunstwerke, Performances und Szenen öffentlich ausgestellt und auf der Bühne gezeigt werden. Die Ausstellung macht sichtbar, welche Vielfalt an Gedanken, Perspektiven und künstlerischen Ideen im Projekt entstanden sind.
Ermöglicht wird „EIN LEBEN OHNE…“ durch die Kunstvoll-Förderung des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, die das Projekt mit 8.500 Euro unterstützt. Damit werden sowohl Materialien als auch die Zusammenarbeit mit Silke Wiegand finanziert. Zusätzlich stärkt der Förderverein der Weibelfeldschule das Vorhaben durch seine Unterstützung.
Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie kreativ und bewusst Schüler*innen sich mit Zukunftsfragen auseinandersetzen können – und lädt die gesamte Schulgemeinschaft ein, Verzicht nicht als Verlust, sondern als Chance und künstlerischen Impuls zu verstehen.

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