CrashKurs Hessen an der Weibelfeldschule – Ein eindrucksvoller Vormittag gegen das Vergessen

Am 14. April 2026 fand an der Weibelfeldschule von 8:00 bis 13:00 Uhr das Präventionsprojekt „CrashKurs Hessen“ der Polizei statt. Ziel der Veranstaltung ist es, junge Menschen eindringlich für die Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren und sie zu verantwortungsbewusstem Verhalten zu bewegen.

Im Mittelpunkt des Projekts stehen reale Unfallgeschichten, die von Einsatzkräften wie Polizisten, Feuerwehrleuten und Rettungssanitätern sowie von Betroffenen selbst geschildert werden. Die authentischen Berichte vermittelten den Schülerinnen und Schülern eindrucksvoll, welche schwerwiegenden Folgen riskantes Verhalten im Straßenverkehr haben kann – sei es durch überhöhte Geschwindigkeit, Ablenkung oder Alkohol am Steuer.

Während der Veranstaltung herrschte eine ruhige und nachdenkliche Atmosphäre. Viele Zuhörerinnen und Zuhörer zeigten sich sichtlich bewegt von den persönlichen Erlebnissen der Vortragenden. Gerade die emotionalen Schilderungen machten deutlich, dass Verkehrsunfälle nicht nur Zahlen und Statistiken sind, sondern das Leben von Menschen nachhaltig verändern.

Der CrashKurs verfolgt bewusst einen anderen Ansatz als klassische Verkehrserziehung: Statt trockener Theorie setzt er auf emotionale Betroffenheit, um nachhaltiges Umdenken zu erreichen. Die Schülerinnen und Schüler wurden dazu angeregt, ihr eigenes Verhalten kritisch zu reflektieren und Verantwortung – sowohl für sich selbst als auch für andere – zu übernehmen.

Für die Schülerinnen und Schüler der 12. Klassen wurde das Programm im Anschluss an die Einführung durch ein vertiefendes Workshop-Angebot ergänzt. Insgesamt standen sieben thematisch unterschiedliche Workshops zur Auswahl, die von Vertreterinnen und Vertretern der Polizei, von Rettungskräften, der Feuerwehr, der Notfallseelsorge sowie einer Bestatterin durchgeführt wurden.

Die Workshops im Überblick:

  • „Ablenkung durch Handynutzung im Straßenverkehr – Reaktionsverhalten im Test“
  • „Unfallursachen und Besonderheiten im Straßenverkehr – Fahrverhalten innerorts und außerorts“
  • „Auswirkungen von Alkohol / Drogen / Medikamente auf das Fahrverhalten im Straßenverkehr“
  • „Zwischen Sirenengeheul und Herzklopfen: Wie fühlt es sich an, wenn andere um mein Leben kämpfen?“
  • „Zwischen Abschied und Verantwortung – Wie Bestatter arbeiten und warum ihr Beruf mehr mit dem Leben zu tun hat als die meisten denken“
  • „Wer bleibt, wenn alle weg sind?“
  • „Der Tag, der alles verändert – wenn Sekunden zählen“

In Kleingruppen konnten die Teilnehmenden individuelle Perspektiven kennenlernen, Fragen stellen und sich intensiv mit den unterschiedlichen Aspekten von Verkehrsunfällen und deren Folgen auseinandersetzen. Jede Schülerin und jeder Schüler der Jahrgangsstufe 12 hatte die Möglichkeit, zwei Workshops nach persönlichem Interesse zu besuchen.

Die Weibelfeldschule bedankt sich bei allen Beteiligten für die Durchführung dieses wichtigen Projekts. Der CrashKurs hat bei vielen Schülerinnen und Schülern einen bleibenden Eindruck hinterlassen und leistet einen wertvollen Beitrag zur Verkehrssicherheit.

Ein Vormittag, der wachrüttelt – und hoffentlich Leben schützt.

 

Für das Präventionsteam

Kerstin Weitmann und Rocio Herrera

 

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Einblick in die Krebsforschung: Dr. Michael Oed zu Gast an der Weibelfeldschule

Einen besonderen Einblick in aktuelle medizinische Forschung erhielten die Schülerinnen und Schüler der drei Biologie-Leistungskurse der Weibelfeldschule in Dreieich Ende Februar. Zu Gast war Dr. Michael Oed, der einen Vortrag über Krebs – insbesondere Hautkrebs – und über neue Ansätze der modernen Krebsforschung hielt. Eingeladen hatten die Lehrkräfte Frau Veith, Frau Kauer und Frau Weitmann, deren Kurse sich im Unterricht intensiv mit zellbiologischen und genetischen Grundlagen von Krankheiten beschäftigen.

Zu Beginn seines Vortrags gab Dr. Oed zunächst einen Überblick über Krebs allgemein und seine Bedeutung weltweit. Besonders das sogenannte maligne Melanom gilt als eine aggressive Form von Hautkrebs, die früh Metastasen bilden kann. Ein entscheidender Faktor für die Prognose ist dabei die möglichst frühe Diagnose.

Anhand anschaulicher Beispiele erklärte Dr. Oed die unterschiedlichen Arten von Hautkrebs. Besonders gefährlich ist jedoch das maligne Melanom, das aufgrund seines schnellen Wachstums und seiner frühen Streuung für einen großen Teil der Hautkrebs-Todesfälle verantwortlich ist.

Ein Schwerpunkt des Vortrags lag auf aktuellen Entwicklungen in der Krebsforschung. Dr. Oed stellte dabei seine eigene Forschungsarbeit vor, die sich mit sogenannten Biomarkern beschäftigt. Ziel dieser Forschung ist es, mithilfe molekularer Merkmale in Tumorzellen besser vorhersagen zu können, wie hoch das Rückfallrisiko bei bestimmten Patienten ist. Gerade bei frühen Melanomstadien stehen bislang nur begrenzte Therapieoptionen zur Verfügung. Wenn es jedoch gelingt, Patientinnen und Patienten mit besonders hohem Risiko frühzeitig zu identifizieren, könnten bestehende Therapien gezielter eingesetzt werden.

Besonders spannend für die Schülerinnen und Schüler war die Erklärung moderner Labormethoden. In seiner Forschung wurden zahlreiche mögliche Marker untersucht, aus denen schließlich eine Signatur aus mehreren Proteinen entwickelt wurde. Diese kann helfen, Tumore genauer zu charakterisieren und Risiken besser einzuschätzen.

Neben den wissenschaftlichen Inhalten erhielten die Kurse auch einen realistischen Einblick in den Alltag der medizinischen Forschung. Dr. Oed beschrieb, wie lange der Weg von einer wissenschaftlichen Idee bis zur klinischen Anwendung sein kann. Bevor neue Tests oder Therapien in der Medizin eingesetzt werden, müssen sie in umfangreichen Studien überprüft und validiert werden. Diese Kombination aus Grundlagenforschung, klinischer Forschung und medizinischer Praxis machte den Schülerinnen und Schülern deutlich, wie komplex moderne Krebsforschung ist.

Im Anschluss an den Vortrag hatten die Teilnehmenden noch Gelegenheit, persönliche Fragen zu stellen. Dabei ging es nicht nur um medizinische Inhalte, sondern auch um mögliche Berufswege in der Wissenschaft. Dr. Oed berichtete von seinem eigenen Werdegang und erklärte, welche Studiengänge und Qualifikationen für eine Karriere in der Forschung wichtig sein können. Für viele Schülerinnen und Schüler war dieser Austausch besonders interessant, da einige von ihnen selbst ein Studium im Bereich Medizin oder Biologie in Betracht ziehen.

Die Veranstaltung stieß sowohl bei den Schülerinnen und Schülern als auch bei den Lehrkräften auf große Begeisterung. Der Vortrag verband theoretisches Wissen aus dem Unterricht mit aktuellen Entwicklungen aus der Forschung und machte deutlich, wie relevant biologische Grundlagen für medizinische Innovationen sind. Der Besuch von Dr. Michael Oed zeigte eindrucksvoll, wie spannend und gesellschaftlich wichtig moderne Krebsforschung ist – und wie eng Schule, Wissenschaft und Praxis miteinander verbunden sein können.

Apfelprojekt der NAWI-Klassen

Am Donnerstag, dem 15.09.2022 nahmen die NaWi-Klassen 5c und 5f am alljährlichen Apfelprojekt der Weibelfeldschule teil. Da Herr Büchler und Frau Weitmann im Vorfeld schon fleißig waren und reichlich Äpfel mit der IK-Klasse geerntet hatten, konnten wir direkt mit der Verarbeitung der Äpfel beginnen. Unser Ziel: Apfelsaft und Apfelkuchen!

Für den Apfelsaft wurden die Äpfel zunächst sauber gewaschen und grob zerkleinert. Braune, matschige Stellen und auch tierische Bewohner wurden entfernt. Dann wurden die Äpfel durch den Schredder gejagt, der sie in kleine Teile zerriss. Die geschredderten Äpfel kamen in die Saftpresse, wo sie durch Wasserdruck zusammengedrückt wurden. Der Saft wurde aufgefangen und durch ein Sieb abgefüllt. Jeder durfte sich seine Flasche füllen und den selbst gepressten Apfelsaft genießen – lecker! Aber Achtung – den frischen Saft kann man nur ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahren, dann fängt er an zu gären.

Gleichzeitig waren einige Schülerinnen und Schüler damit beschäftigt, Apfelkuchen zu backen. Hierfür mussten nicht nur Äpfel geschnitten werden, sondern es musste auch Teig hergestellt und ausgerollt werden. Schon bald strömte ein leckerer Geruch von Apfelkuchen durch die Schulküche. Dem leckeren Apfelkuchen – es gab sogar zwei verschiedene Sorten – konnte keiner widerstehen. Nachdem wir den Kuchen aufgegessen hatten und alle mit Apfelsaft versorgt waren, räumten wir noch gemeinsam die Küche und den Schulhof auf, bevor wir uns verabschiedeten. Vielen Dank an alle Beteiligten für die tolle Organisation dieses schönen Projekttages!

 

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