Während sich die meisten Schülerinnen und Schüler in der heißen Phase auf ihre Abiturprüfungen konzentrieren, hat einer von ihnen bewiesen, dass es im Leben noch deutlich Wichtigeres gibt als Noten und Prüfungsstress: Mitten im Lernmarathon hat sich Jonas Jahn dazu entschieden, Stammzellen zu spenden – und damit ein Menschenleben zu retten.
Bei der DKMS registriert hatte sich Jonas Jahn am 03.04.2025 bei einer Typisierungsaktion unserer Weibelfeldschule. Diese wurde unter dem Motto „Gemeinsam für Donato und andere!“ im Rahmen der Leukämie-Erkrankung von Donato, dem Mann unserer geschätzten Kollegin Anja organisiert. „Ich war selbst völlig überrascht, als ich so kurze Zeit nach der Registrierung eine E-Mail erhielt, in der stand, dass ich als Spender in Frage komme und zuerst dachte ich auch, es sei ein Fake.“ berichtet Jonas. Dies war es jedoch nicht.
Die Entscheidung zur Stammzellenspende ist alles andere als selbstverständlich. Sie erfordert Mut, Verantwortungsbewusstsein und die Bereitschaft, sich mit einem ernsten Thema auseinanderzusetzen. Für viele bleibt es bei dem Gedanken, sich vielleicht irgendwann registrieren zu lassen. Doch Jonas hat gehandelt – und das zu einem Zeitpunkt, an dem sein eigener Alltag ohnehin schon von Druck und Erwartungen geprägt ist. Zwischen Klausuren, Lernplänen und Zukunftsfragen hat er den Mut gefasst, einen echten Unterschied im Leben eines anderen Menschen zu machen. Er hofft nun, dass alles gut geht und seine Stammzellen seinem „genetischen Zwilling“ die so sehr erhoffte Gesundheit bringen.
Und weil Jonas Jonas ist, nahm er sich zusätzlich die Zeit, in seiner letzten Biologiestunde über seine Stammzellenspende zu informieren. Vor einem Raum voller Mitschülerinnen und Mitschüler der Oberstufe sowie mehreren Lehrkräften hielt er eine umfassend ausgearbeitete Präsentation. Darin erklärte er nicht nur die biologischen Grundlagen der Stammzellenspende, sondern teilte auch offen seine persönlichen Erfahrungen. Sein Ziel dabei war klar formuliert: „Ich möchte informieren, sodass sich möglichst viele registrieren lassen.“
Während er sich also auf sein Abitur vorbereitet, hat er bereits jetzt etwas erreicht, das weit über jede Note hinausgeht: Er hat gezeigt, was es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen und für andere da zu sein. Ein Vorbild – nicht nur für unsere Schule, sondern für uns alle.











