Chorgesang à la Pitch Perfect

Am 28.01.2019, zum internationalen Chortag, fand an der Weibelfeldschule ein Chorworkshop statt. Die SchülerInnen gingen wie immer zur Schule. Doch diesmal erwartete sie kein normaler Schultag, bei dem sie Mathe und Vokabeln lernen müssen. Denn heute durften sie nämlich mit zwei a capella Gruppen (also mit Sängern, die ausschließlich mit dem Mund Musik machen) auf der Bühne stehen…

Erstmal wurden die SchülerInnen teilweise in vier Gruppen aufgeteilt und lernten in knappen viereinhalb Stunden die Performance sowie die Atemtechnik beim Singen genauer kennen. Außerdem übten sie mit den a capella Gruppen zwei verschiedene Songs ein, die sie abends zusammen aufführen durften. Die „Lehrer“ an diesem Tag waren a capella Gruppen aus Frankfurt oder der USA: Die 14 Footnotes-Sänger sind von der Princeton University (New Jersey) extra dafür aus den USA eingeflogen. Sie tourten zu dieser Zeit gerade zehn Tage durch Deutschland und waren noch auf der Suche nach Auftritten, weshalb der Chorworkshop überhaupt erst zustande gekommen ist. Dieser sollte die Schüler für den modernen Chorgesang im Allgemeinen motivieren. Dabei sollte aber auch ein kultureller Austausch stattfinden.

Frau Katz, Musik- und Mathelehrerin unserer Schule, ist ebenfalls in einer a capella Gruppe, die Rotkehlchen. Diese lud sie dann ebenfalls ein und stand dann abends mit drei weiteren Sängerinnen auf der Bühne.

Zum Großteil finanziert wurde der internationale Chortag durch eine großzügige Spende.

 

Der große Auftritt am Abend

 

Die Rotkehlchen und die Footnotes sangen jeweils zwanzig Minuten. Dabei begeisterten die Rotkehlchen mit Frau Katz die Eltern und Schüler mit Liedern wie „Ironic“ aber auch mit witzigen Schauspielelementen, die vor allem die Erwachsenen total umgehauen hatten, wie einige ZuschauerInnen danach berichteten. Sie hatten einen „riesigen Spaß“ und nannten die vier Sängerinnen „genial, witzig und der Burner!“

Die Footnotes performten unter anderem ein Lied von Ed Sheeran und eigene Kompositionen, die durch Jazzelementen teilweise unterstützt wurden. Danach holten sie die SchülerInnen auf die Bühne und präsentierten die einstudierten Lieder, mit ihnen als Backgroundmusik.

Das gemeinsame Stück der SchülerInnen und Sänger beeindruckte das Publikum sehr, hatten die jungen MusikerInnen es doch erst am Morgen einstudiert! Den SchülerInnen hat der Tag ebenfalls sehr viel Spaß gemacht. Für sie war es ein Erlebnis, mit anderen, vor allem mit Profis, gemeinsam zu singen. Und obwohl die Footnotes aus den USA kamen, wurde alles verständlich und mit vielen Lachern erklärt und eingeübt.

Paige Barnick

Profi-Sänger bieten Workshop an

Workshop und Konzert mit den Footnotes der Princeton University aus New Jersey, den Rotkehlchen und Schüler/innen der Weibelfeldschule.
Montag, 28. Januar 2019
Alle interessierten Schüler/innen ab Jahrgang 7 sind herzlich eingeladen sich für dieses einmalige Event anzumelden. Weitere Informationen und die Anmeldungen erhaltet ihr in der ersten
Schulwoche!

 

Schule mit Schwerpunkt Musik

„Bläserklasse, Schulchor, Rockband, Musical, durchgängiger Musikunterricht…“ – Das musikalische Angebot an der Weibelfeldschule ist vielfältig und hochwertig. Aus diesem Grund wurde die Weibelfeldschule zum Schuljahr 2018/19 erneut mit dem Zertifikat des Hessischen Kultusministeriums „Schule mit Schwerpunkt Musik“ ausgezeichnet.

Mit dem Prädikat „Schule mit Schwerpunkt Musik“ verbindet sich die Idee einer Schule, die das Ziel hat, möglichst viele Kinder und Jugendliche für Musik zu begeistern. Sie gründet sich auf den Konsens der Fachkonferenz Musik, der Schulleitung und des Kollegiums, der musikalischen und kulturellen Erziehung als wesentlichem Element von Bildung und persönlicher Entwicklung besondere Entfaltungsräume und Förderung in der Schule zukommen zu lassen[1].

Mit diesem Leitgedanken setzt sich die Weibelfeldschule weiterhin zum Ziel interessierten Schülerinnen und Schülern zu ermöglichen, ein Instrument in der Gruppe zu erlernen und so am musikalischen und kulturellen Leben der Schule aktiv teilzunehmen. Dass dabei Schülerinnen und Schüler aller Klassenstufen angesprochen werden, zeigt sich z.B. in den jahrgangsübergreifenden AGs Bläserklasse 2.0 und Rockband oder auch im neu gegründeten Ukulelen-Ensemble der Q-Phase. Hier wird Musik praxisorientiert vermittelt und mit den inhaltlichen Fachschwerpunkten verknüpft.

Besonders hervorzuheben ist hierbei das Engagement des Fördervereins sowie der Schulleitung. Ohne die dauerhafte finanzielle Unterstützung könnte ein solches musikalische Angebot nicht realisiert werden.

Schulleiterin Fr. Susanne Strauß-Chiacchio und Musikfachleiter Hr. Thomas Reutzel nahmen die Urkunde am 26.09.18 im Rahmen der Zertifizierungsfeier am Dr. Hochs Konservatorium feierlich entgegen. Ehrengäste waren u.A. Prof. Dr. Hans Bäßler von der „Hochschule für Musik und Theater Hamburg“ sowie Staatssekretär Dr. Manuel Lösel. Hr. Lösel betonte in seiner Laudatio die Wichtigkeit der musikalischen und kulturellen Bildung, weshalb auch dem Musikunterricht ein besonderer Stellenwert im Bildungssystem beizumessen ist.

[1] Hessisches Kultusministerium

Reutzel

Ukulelen-Projekt

„C, F, G… oder doch F, G, C…? Wie war das gleich nochmal? Down, Down, Up, Up, Down?“ Die einfach scheinende Aufgabe „I´m gonna be“ flüssig auf der Ukulele zu spielen, stellte die meisten Schülerinnen und Schüler der Musikkurse von Frau Katz und Frau Janocha erstmal vor eine scheinbar unlösbare Aufgabe. Wer nicht weiß, was eine Ukulele ist, hier die Auflösung: Eine Ukulele ist ein gitarrenähnliches Zupfinstrument, das normalerweise mit vier Saiten bespannt wird. Durch geschicktes Umgreifen auf dem Griffbrett und rhythmisches Anschlagen der Saiten kann nahezu jeder Song begleitet werden.

Seit diesem Schuljahr üben sich die zwei Musikkurse der Qualifikationsphase tapfer im Ukulele spielen. Jede Woche heißt es nun 45 Minuten lang Akkorde wechseln, Schlagmuster üben und Melodien suchen. Dabei fing das Ganze ganz harmlos an. Frau Katz wollte praktisch musizieren, denn wir alle können Musik hören, die meisten Musik lesen, aber nur wenige tatsächlich Musik machen, also ein Instrument spielen. Zur Auswahl standen Anfangs Blockflöte, Keyboard, Chor, Ukulele. Obwohl die Blockflöte auch hoch im Kurs stand, gewann letztendlich die Ukulele das Rennen und es stand fest, dass der Kurs Ukulele spielen lernen wollte.

Die Abstimmung war getroffen, jetzt galt es möglichst schnell an einen Ukulelensatz für den Kurs zu kommen. Nach der Fachkonferenz und Gesprächen mit dem Förderverein konnte Frau Katz dem Musikkurs die Nachricht überbringen, dass niemand sich eine Ukulele selbst anschaffen müsse, sondern ein Satz von Ukulelen vom Förderverein gestellt werde. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an den Förderverein für diese Spende, denn so können ausnahmslos alle Schülerinnen und Schüler ohne Probleme an dem Projekt teilnehmen.

Ein paar Wochen später standen dann die Ukulelen zur Verfügung und die Herausforderung, sowohl für die Schülerinnen und Schüler, als auch für die beiden Lehrerinnen konnte beginnen. Gestartet wurde mit leichten Fingerübungen und Akkorden und nahezu jede Stunde kam eine neue Schwierigkeitsstufe hinzu. Emotionen von Verzweiflung und Euphorie wechselten sich ständig ab, denn während die einen schon die Akkorde mit Schlagmuster spielen konnten, mussten die anderen noch das rechtzeitige Wechseln der Akkorde üben. Ein Musikinstrument zu lernen erfordert viel Zeit und Geduld. Das wurde auch den Schülerinnen und Schülern bewusst, denn ohne Hausaufgaben und zu Hause üben können keine Fortschritte erreicht werden. Doch es zahlt sich aus, so ist schon nach wenigen Wochen ein Fortschritt zu beobachten. Und wenn das so weiter geht, können alle Schülerinnen und Schüler nach diesem Schuljahr von sich behaupten, Ukulele spielen und mindestens einfache Songs am Lagerfeuer begleiten zu können.

Hannah Schulte-Sasse

Musik als Handwerk

Musikinstrumente einmal selbst herstellen mit ganz einfachen Mitteln, das stand bei der H7 auf dem Programm. Dagmar Wick wollte den Unterricht möglichst praxisnah gestalten und stellte mit den Schülerinnen und Schülern der H7 Papp-Zupfgitarren her. Diese wurden jeweils noch verschönert und dann auch ausprobiert. An die professionellen Konkurrenten aus einer Gitarrenwerkstatt kommen sie freilich nicht heran, aber selbstgemacht ist immerhin selbstgemacht!