Ukulelen-Projekt

„C, F, G… oder doch F, G, C…? Wie war das gleich nochmal? Down, Down, Up, Up, Down?“ Die einfach scheinende Aufgabe „I´m gonna be“ flüssig auf der Ukulele zu spielen, stellte die meisten Schülerinnen und Schüler der Musikkurse von Frau Katz und Frau Janocha erstmal vor eine scheinbar unlösbare Aufgabe. Wer nicht weiß, was eine Ukulele ist, hier die Auflösung: Eine Ukulele ist ein gitarrenähnliches Zupfinstrument, das normalerweise mit vier Saiten bespannt wird. Durch geschicktes Umgreifen auf dem Griffbrett und rhythmisches Anschlagen der Saiten kann nahezu jeder Song begleitet werden.

Seit diesem Schuljahr üben sich die zwei Musikkurse der Qualifikationsphase tapfer im Ukulele spielen. Jede Woche heißt es nun 45 Minuten lang Akkorde wechseln, Schlagmuster üben und Melodien suchen. Dabei fing das Ganze ganz harmlos an. Frau Katz wollte praktisch musizieren, denn wir alle können Musik hören, die meisten Musik lesen, aber nur wenige tatsächlich Musik machen, also ein Instrument spielen. Zur Auswahl standen Anfangs Blockflöte, Keyboard, Chor, Ukulele. Obwohl die Blockflöte auch hoch im Kurs stand, gewann letztendlich die Ukulele das Rennen und es stand fest, dass der Kurs Ukulele spielen lernen wollte.

Die Abstimmung war getroffen, jetzt galt es möglichst schnell an einen Ukulelensatz für den Kurs zu kommen. Nach der Fachkonferenz und Gesprächen mit dem Förderverein konnte Frau Katz dem Musikkurs die Nachricht überbringen, dass niemand sich eine Ukulele selbst anschaffen müsse, sondern ein Satz von Ukulelen vom Förderverein gestellt werde. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an den Förderverein für diese Spende, denn so können ausnahmslos alle Schülerinnen und Schüler ohne Probleme an dem Projekt teilnehmen.

Ein paar Wochen später standen dann die Ukulelen zur Verfügung und die Herausforderung, sowohl für die Schülerinnen und Schüler, als auch für die beiden Lehrerinnen konnte beginnen. Gestartet wurde mit leichten Fingerübungen und Akkorden und nahezu jede Stunde kam eine neue Schwierigkeitsstufe hinzu. Emotionen von Verzweiflung und Euphorie wechselten sich ständig ab, denn während die einen schon die Akkorde mit Schlagmuster spielen konnten, mussten die anderen noch das rechtzeitige Wechseln der Akkorde üben. Ein Musikinstrument zu lernen erfordert viel Zeit und Geduld. Das wurde auch den Schülerinnen und Schülern bewusst, denn ohne Hausaufgaben und zu Hause üben können keine Fortschritte erreicht werden. Doch es zahlt sich aus, so ist schon nach wenigen Wochen ein Fortschritt zu beobachten. Und wenn das so weiter geht, können alle Schülerinnen und Schüler nach diesem Schuljahr von sich behaupten, Ukulele spielen und mindestens einfache Songs am Lagerfeuer begleiten zu können.

Hannah Schulte-Sasse

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