Spieleabend Freitag 13. ab 17 Uhr

Wir fordern das Glück heraus und veranstalten am Freitag, 13.5.2022 ab 17 Uhr in der Bücherei Weibelfeldschule (Am Trauben 17) einen gemeinsamen Spieleabend von 14-99 Jahren.

Lieblingsspiele gern mitbringen, so haben wir auch immer einen Profi zum Erklären dabei, wir selbst sorgen natürlich auch für eine gute Auswahl. Eintritt ist frei. Anmeldung bitte bis 10.5. unter: oder 06103/961850

Die Plätze sind begrenzt. Einlass nur nach Anmeldung. Verpflegung gibt es nicht, ihr könnt euch aber natürlich gern ein Getränk mitbringen für euch persönlich. Das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes wird empfohlen.

Spendenaktionen für die Ukraine (aktualisiert)

Die Bilder und Berichte aus und über die verheerende Lage in der Ukraine machen betroffen. Auch der Förderverein der Weibelfeldschule ist nicht untätig geblieben. Und eine ganze Schule hilft mit!

Initiatorin der Spendenaktion war die Lehrerin Tanja Wondra. Unterstützend zur Seite stand ihr der Förderverein, die Bücherei und zahlreiche Kolleg*innen. Frau Wondra hatte Kontakt zur Zug-Apotheke Dreieich Hegelstraße (Cornelia Höhne) aufgenommen, um die medizinischen Hilfsgüter zusammenstellen zu lassen, die aus den Spendengeldern gezahlt werden konnten. Mit diesen Mitteln wurden dringend benötigte medizinische Hilfsgüter wie z.B. Medikamente, Verbandsmaterial, medizinisches Verbrauchsmaterial (Spritzen,  Kanülen, etc.) finanziert und mit Unterstützung der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft Rhein Neckar e.V. in die Ukraine gebracht. Bereits zuvor hatte die Apotheke selbst  bereits gespendet. Gemeinsam mit EURER und IHRER Hilfe konnte der Förderverein der Weibelfeldschule e.V. nun noch einmal medizinische Hilfsgüter im Wert von über 3.700€ kaufen für die Hilfe direkt vor Ort. Weitere 1.000€ sind an Spendengeldern eingegangen, die noch gezielt zum Einsatz kommen werden.

Auch das von Frau Hein zur Verfügung gestellte Lager in der Bücherei füllte sich innerhalb kürzester Zeit mit medizinischen Hilfsgütern. Schüler*innen und Familien hatten Pflaster, Kompressen, Blutzuckermessgeräte und verschiedene Verbandsmaterialien extra gekauft! So viele haben hier mit angepackt, die Resonanz war überwältigend! Auch Gehstützen, Damenhygieneartikel, Kanülen, Natrium-Chlorid-Lösungen und Desinfektionsmittel wurden großzügig gespendet.

Auch die Schülervertretung der Weibelfeldschule engagiert sich und setzt Zeichen: sie organisierten eine Mahnwache mit Reden, gemeinsamen Austausch und gaben so einen Rahmen für den Austausch untereinander zum Thema. Die Teilnahme war freiwillig und so blieben an jenem Freitag Anfang März nach Schulschluss zahlreiche Kinder und Jugendliche noch da, um gemeinsam ein Zeichen für Frieden und gegen Gewalt zu setzen. Der Ausländerbeirat der Stadt Dreieich als Pate des Projekts „Schule ohne Rassismus. Schule mit Courage“ war hierbei auch anwesend und unterstützte die Schüler*innen.

So konnten auch wir als Schulgemeinde gemeinsam einen kleinen, aber wichtigen Beitrag leisten, die Bevölkerung der Ukraine zu unterstützen und sie nicht alleine zu lassen.

Überwältigt über die zahlreichen Spenden sagen wir an dieser Stelle DANKE!

 

 

Spendengelder werden weiterhin angenommen und finden Verwendung für die Unterstützung in der Ukraine (medizinische Versorgung).
Überweisungen bitte an das Konto vom Förderverein der Weibelfeldschule mit dem Vermerk „Spende medizinische Hilfe für Ukraine“ überwiesen werden:

Kontoverbindung:
Förderverein der Weibelfeldschule Dreieich e. V.
Sparkasse Langen-Seligenstadt
IBAN: DE29506521240039119409
BIC: HELADEF1SLS

Wir bedanken uns ganz herzlich für eure /Ihre Unterstützung im Voraus.

 

 

Wortbausteine, die in der Erst-Kommunikation helfen können: (Download unterm Bild)

Kommunikationstafel 1

Kommunikationstafel 2

Kommunikationstafel 3

Kommunikationstafel 4

Kommunikationstafel 5

Kommunikationstafel medizinisch 1

Kommunikationstafel medizinisch 2

Kommunikationstafel medizinisch 3

Kommunikationstafel medizinisch 4

Eltern-Informationsabend „Lernort Weibelfeldschule – wir sprechen drüber“ am 3. Februar 2022

Einladung zum Eltern-Informationsabend

„Lernort Weibelfeldschule – wir sprechen drüber“

Sehr geehrte Eltern,

für Ihr Kind steht nach diesem Schuljahr der Wechsel auf eine weiterführende Schule an. Einen ersten Eindruck von der Weibelfeldschule konnte Ihr Kind bereits an den Grundschulbesuchstagen gewinnen. Nun freuen wir uns, Sie, sehr geehrte Eltern, am 03.02.2022 im Rahmen eines Eltern-Informationsabends (2 Durchgänge) über das Schulprofil und Angebot der Weibelfeldschule informieren zu dürfen.

Bitte beachten Sie, dass für die Teilnahme an dem Informationsabend die 2G+-Regel gilt. Weiterhin gelten die allgemein bekannten Hygienevorschriften sowie eine Maskenpflicht im gesamten Schulgebäude. Die Teilnehmerzahl pro Durchgang ist begrenzt. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir an diesem Abend keine Schulrundgänge durchführen.

Durchgang 1 (17:30 – 18:30 Uhr, Einlass ab 17:15 Uhr) – Ausgebucht

Durchgang 2 (19:00 – 20:00 Uhr, Einlass ab 18:45 Uhr) – Ausgebucht

Wir freuen uns, Sie an diesem Abend persönlich kennenzulernen.

Löwenstark – Es ging hoch hinaus!

 

Die beiden „Bewegten Klassen“ 5d und 6d der Weibelfeldschule wollten mal ganz nach oben. Hierfür konnte das Hessische Landesprojekt „Löwenstark“, welches finanziell die Förderung von Kindern in ihrem Lehr- und Lernumfeld unterstützt, genutzt werden. Das Klettermobil der Sportjugend Hessen kam mit zwei Teamern, einem Wagen und einer Kletterwand am Donnerstag, den 25.Oktober 2021 auf den Pausenhof der Weibelfeldschule.

Die Kinder der bewegten Klassen konnten ihre Sportlichkeit, ihren Mut sowie ihre Geschicklichkeit mit Klettergurt, Kletterpfaden und Seilen unter Beweis stellen und meisterten sogar knifflige Partneraufgaben beim Klettern mit zusammengebundenen Füßen oder Händen.

Wer gerade nicht angeseilt in Höhen von bis zu 6m kletterte, der konnte auf dem Sportplatz Disc-Golf spielen und sich austoben oder mit der Weibelfelder Jonglierkiste Kunststücke üben und seine Koordination verbessern.

Einen riesen Spaß hatten alle aber bereits beim Zuschauen, Anfeuern und Applaudieren. Wer hoch hinausgeklettert ist, weiß nun, was es heißt, „sich selbst und manchmal auch seine Angst zu überwinden“. Am Ende dieses Tages stand eines ganz sicher fest. Die Schülerinnen und Schüler des Kletterprojekts waren und fühlten sich – Löwenstark.

GALAKTO-logisch! Sind Außerirdische eigentlich tolerant?

Aushilfslehrer Malte Anders nahm heute unsere 5. Klassen mit auf eine Abenteuerrreise mit intergalaktischer Herausforderung: Ein neuer Mitschüler ist sprichwörtlich vom Himmel gefallen. Der Weltraumbürger Galaktiko verfügt bisher über keine nennenswerten Erfahrungen im Umgang mit echten Menschen. Unvoreingenommen interessiert er sich für alle Themen der Schüler*innen und erhält von Malte auf der Schultheaterbühne eine Schulstunde der besonderen Art.

Was bedeutet Freundschaft? In wen darf ich mich verlieben? Warum tragen Mädchen Hosen aber Jungs keine Röcke? Was hat Toleranz mit toll zu tun? Und wo haben Außerirdische eigentlich das Herz?

Auf humorvolle Art und Weise hinterfragte der neue Erdenbürger altbekannte Rollenmuster und ließ sich von Malte und den Schüler*innen das Leben erklären. Die Kinder lernten auf diese Weise im interaktiven Zusammenspiel viel über ihre eigenen Werte, Ziele, Vorurteile und ihre eigene Welt. Themen wie Diskriminierung, Ausgrenzung, sexuelle und geschlechtliche Vielfalt stehen im Vordergrund des Stücks. Das „außerirdische“ Comedy-Programm GALAKTO-logisch! ermöglichte den Kindern, Expert*innen ihres eigenen Alltags zu werden – und ganz nebenbei viel Neues zu lernen.  

Mehr Infos hier

 

Das große Interview vom 4.9.2019 mit Malte Anders – damals geführt von unserer Schulzeitungs-Redaktion:

 

Malte Anders mit unserer Schulzeitungs-Redaktion im Interview

Malte Anders hat sich jahrelang nicht getraut offen über seine Homosexualität zu sprechen. Er hatte Angst, aufgrund seiner Zuneigung zu Männern ausgegrenzt oder gemobbt zu werden – denn „schwul sein“, das kommt nicht bei jedem gut an. Das ist nicht hip oder angesagt, sondern oftmals ein Grund für Lästereien und persönliche Angriffe. Beleidigungen oder der Blick in verständnislose, manchmal sogar angeekelte Gesichter, sind für Menschen die sich „outen“ leider noch immer an der Tagesordnung. Das muss sich ändern! Aus diesem Grund tourt Timo Becker alias „Malte Anders“ durch Schulen.
Sein Ziel: Die Zuhörer aufzuwecken und zu sensibilisieren, sie hellhörig zu machen für Diskriminierungen – und die Schülerinnen und Schüler stark zu machen sich gegen eben solche zu wehren. Wie Malte herausgefunden hat, dass er schwul ist, wie seine Eltern und sein Freundeskreis mit seiner Homosexualität umgehen und was er sich von seinen Mitmenschen wünscht, hat er der Redaktion in einem Interview berichtet:

Paul: Malte, wie und wann haben Sie denn gemerkt, dass Sie homosexuell sind?

Dass ich „anders bin“, wusste ich eigentlich schon immer. Ich war schon in der Grundschule in Jungen verliebt. Da gab es zum Beispiel Steffen und in den war ich Hals über Kopf verliebt. Aber ich wusste damals natürlich nicht, dass das geht. Und deswegen habe ich mit 14 auch noch mal versucht, mich in ein Mädchen zu verlieben. Das war aber gar nicht das, was ich eigentlich wollte. Das habe ich aber erst sehr, sehr spät für mich akzeptiert. Auch mit 14, 15 als ich in das Alter kam, wo sich alle verlieben, wusste ich eigentlich schon, dass ich Jungs lieber mag. Meinen ersten Freund hatte ich dann erst mit 19 und da wurde mir klar: „Das ist genau richtig. Wir passen gut zusammen. Wir sind glücklich. Und fertig!“

Tom: Wow. Wie haben denn Ihre Eltern und Freunde reagiert, als Sie ihnen gesagt haben, dass Sie homosexuell sind?

Für mich war es am schwierigsten meinen Eltern von meiner Homosexualität zu erzählen. Meine Freunde haben total gut darauf reagiert – die hatten damit überhaupt keine Probleme – aber meine Mutter, die fand das ganz furchtbar. Sie ist gläubige Christin und hat mir gesagt, dass ihre Religion das verbietet*. Meine Mutter hat also erst mal angefangen zu heulen und ist dann im Bad zusammengeklappt. Sie hat auch gesagt, dass sie nicht akzeptiert, dass ich so bin und dass sie niemals einen meiner Freunde kennenlernen möchte. Meine Mutter hat leider auch heute noch echte Probleme damit.

Tom: Das ist nicht schön. Wurden Sie denn schon einmal aufgrund Ihrer Homosexualität benachteiligt?

Ich glaube richtig benachteiligt wurde ich nicht. Ich habe den Leuten aber auch nicht offen erzählt, dass ich schwul bin, so nach dem Motto: „Hallo. Ich bin der Malte, ich bin schwul.“ Ich hab immer gesagt „Wer fragt, kriegt eine Antwort und für alle anderen ist es egal.“ Es gibt also einfach Menschen, die davon wissen und es tolerieren, und Menschen, die einfach nichts davon wissen.
Aber um noch einmal auf die „Benachteiligung“ zurück zu kommen: Es war lange Zeit so, dass man als schwuler Mann in Deutschland nicht heiraten konnte. Man konnte sich nur „verpartnern“ lassen, aber man konnte nicht heiraten. Und man durfte dann zum Beispiel keine Kinder adoptieren. Das darf man jetzt mittlerweile alles. Ich glaube, da hat sich in den letzten Jahren in Deutschland viel geändert – vor 20, 30 Jahren war es noch viel, viel schwieriger für homosexuelle Menschen. Von daher: Ich glaube, ich bin gar nicht mehr so benachteiligt wie andere.
In eurem Alter, wo man vielleicht den ersten Freund, die erste Freundin hat, war es aber wirklich schwierig: Da haben alle Jungs in unserer Klasse erzählt mit welchem Mädel sie zusammen sind, alle Mädels haben erzählt mit welchem Jungen sie jetzt gehen. Und ich dachte: „Hmmm – und ich kann es jetzt keinem erzählen.“ Denn wenn ich es erzählt hätte, hätten sie mich vielleicht gemobbt – deswegen habe ich es nie gesagt. Ich glaube, das ist was, was sich schon ein bisschen angefühlt hat wie eine Benachteiligung.

Max: In anderen Ländern ist es ja nicht so „normal“ wie in Deutschland homosexuell zu sein, oder?

Puuhh – ich glaube, es ist in anderen Ländern auch normal, dass es da Homosexuelle gibt, aber die Leute gehen anders damit um. Es gibt ja viele Länder die das auf die Staatsreligion schieben. Die sagen: „Wir sind ein muslimisches Land und da ist es verboten“, es gibt aber auch viele christliche Länder, die damit Probleme haben, z.B. in Afrika.
Ich finde das natürlich furchtbar, das sind ja alles tolle Länder. Ich würde zum Beispiel total gerne mal nach Saudi-Arabien reisen, aber ich hätte ein bisschen Angst, wenn ich mit meinem Freund da hin fliegen würde. Wir könnten das niemals – denn wenn ich seine Hand nehmen und jemand das mitkriegen würde, wäre das schon gefährlich. Deswegen hoffe ich, dass sich da irgendetwas tut, aber ich bin da eher pessimistisch. Ich weiß nicht, ob sich da so schnell was verändert und denke, dass man dankbar sein kann in Deutschland zu leben. Wir sind in Deutschland da ja schon sehr weit. Hier kann man, egal wie man ist, einfach leben und glücklich sein, den Menschen heiraten, den man liebt und fertig. Das ist in anderen Ländern leider nicht so…

Max: Hat Sie denn wirklich schon einmal jemand wegen Ihrer Homosexualität diskriminiert oder beleidigt?

Na ja, in der Schule, ihr könnt euch das vorstellen, war es schon blöd, wenn Leute durch die Gegend gelaufen sind und „du Schwuchtel, du schwule Sau, du Homo…“ – sagten. Und selbst wenn ich nicht gemeint war – habe ich mich doch immer ein bisschen blöd gefühlt. Denn selbst wenn ich schwul bin, möchte ich entscheiden wann ich jemandem davon erzählen will – und ich möchte nicht, dass jemand anderes das für mich macht.

Paul: Wenn Sie das Wort „schwul“ hören, fühlen sie sich also nicht direkt angesprochen oder beleidigt?

Nö, erstmal wenn ich höre, dass jemand sagt „Du bist schwul“, dann denke ich: „Bin ich! Du hast völlig Recht. Gut gemerkt!“ Ich empfinde dieses Wort überhaupt nicht als Beleidigung, weil es bei mir ein Fakt ist. Aber es hängt auch immer davon ab, in welchem Zusammenhang man es sagt. Ich glaube gerade in der Schule verwenden es viele als Beleidigung. Und da müsst ihr Schüler ganz locker mit umgehen und einfach sagen: „Selbst wenn es so wäre, geht es dich nichts an!“
Es gibt ja auch viele Schüler, die „Jude“ als Schimpfwort verwenden, obwohl es gar keins ist. Das Judentum ist eine Religion. Mein Freund zum Beispiel ist Jude und wenn ich zu dem sage „Du Jude“, dann sagt er: „Ja, bin ich! – Du Christ.“ Man muss einfach mal festhalten, dass „schwul“ keine Beleidigung ist, genauso wie „Jude“ keine Beleidigung ist. Aber das wissen viele halt nicht, weil sie ihren Kopf zu wenig anstrengen.

Tatyana: „Behindert“ wird ja auch oft als Beleidigung benutzt….

Genau, das ist genauso ein Ding. Was ist eigentlich behindert und wer ist eigentlich behindert? Das sagt man heute ja auch gar nicht mehr. Wenn jemand zum Beispiel im Rollstuhl sitzt, und wir sagen: „Das ist ein behinderter Mensch“, würde er oder sie aber vielleicht sagen: „Ich sitz zwar im Rollstuhl, aber ich fühle mich gar nicht behindert.“ Worte können sehr stark verletzen – man müsste viel mehr darüber nachdenken, was man mit Worten anrichten kann. Das machen viele Leute leider viel zu wenig.
Ich wurde erst neulich an eine Schule geholt, um (mein Programm) „Homologie“ zu spielen, weil sich dort ein paar Wochen zuvor ein Mädchen umgebracht hat. Sie war lesbisch und wurde deshalb ausgegrenzt und gemobbt. Ganz furchtbar! Für mich war die Situation natürlich schwierig, weil ich ja Comedy mache und Witze – und das war eigentlich gar nicht zum Lachen, aber trotzdem so wichtig, dass ich dort war, damit man überhaupt mal drüber spricht.

Frau Kullmann: Da haben Sie recht. Unsere fünften Klassen haben in diesem Jahr Ihr Programm „Galaktologisch“ besucht. Als Sie dort von Ihrem Freund erzählt haben, wurden Sie lautstark ausgebuht. In dem Moment habe ich mich wirklich geschämt und meine Schüler später auch auf dieses Verhalten angesprochen. Einige Schüler hatten Gründe, andere haben einfach nur mitgemacht, weil sie es „cool“ fanden…

Das ist meistens so! Ich spreche die Leute ja auch immer an, wenn sie was dagegen haben und frage: „Warum hast du was dagegen?“ Und wenn jemand einen Grund hat, dann hat man auch darüber zu reden, zum Beispiel wenn einer sagt „Meine Religion verbietet es“, dann kann man darüber reden. Aber ich glaube, dass viele in unserer Gesellschaft einfach nur mitmachen. Mitmachen, weil sie wissen sie können das. Und das geht nicht!

Tatyana: Haben Sie denn einen Tipp für Schüler, die merken: „Hey, ich bin anders – ich bin homosexuell.“

Ja! Es gibt überhaupt keinen Grund, dass man gleich jedem davon erzählt. Das ist mutig, aber man muss nicht immer mutig sein! Eigentlich geht es nämlich keinen was an… Es ist gut, wenn man eine Person hat, der man vertraut. Das reicht schon. Oder zwei. Zum Beispiel einen Freund, eine Freundin, die Eltern, einen Lehrer, den Trainer…
Meine beste Freundin, Fabienne, die war immer da – und der habe ich immer alles erzählt. Und wenn dann jemand gesagt hat: „Du scheiß Schwuler!“, dann wusste ich: Mit der Fabienne kann ich reden. Es ist jemand da. Als es Fabienne wusste, habe ich es dann auch anderen Freunden erzählt und so wurden es immer und immer mehr. Und irgendwann war es überhaupt kein Problem mehr.

Frau Kullmann: Das klingt nach einem guten Tipp. Würden Sie sich denn noch etwas wünschen, was Schule machen kann? Was wir Lehrer machen können?

Ich glaube, was jeder machen kann, ist: Wach sein! Aufpassen, wenn man merkt, dass jemand ausgegrenzt wird, weil er schwul ist, weil er Jude ist, weil er Flüchtling ist, weil er – was auch immer ist. Alle können mithelfen und wach sein und an der passenden Stelle was sagen. Das trifft Schüler und auch Lehrer. Ich glaube, nur dann ändert sich was, wenn alle wach sind und man nicht wegschaut!

Vielen Dank für das tolle Interview und die offenen und ehrlichen Antworten. Wir hoffen, dass dieser Bericht und Ihre Besuche bei uns dazu beitragen, dass es mehr Toleranz und Akzeptanz an unserer Schule gibt!
Tom, Paul, Max, Tatyana & Frau Kullmann

Zertifikat für den Französisch-Leistungskurs

Die Abiturientinnen und Abiturienten des Jahres 2021 verlassen die Weibelfeldschule! Unter ihnen sind 14 Schülerinnen und Schüler, die Französisch als Leistungskurs belegten.

Im Zuge der deutsch-französischen Zusammenarbeit durften die Schulleiterin der Weibelfeldschule Susanne Strauß-Chiacchio (links außen), der Studienleiter Roger Rettig (rechts außen) und die Kursleiterin Carolin Ruppert (in der Mitte des Bildes) den Absolventinnen und Absolventen attestieren, dass Französisch als Unterrichtsfach mit erhöhtem Anforderungsniveau belegt wurde.

Die Bescheinigung erleichtert den Zugang zu französischen Universitäten – und ist sicherlich bei jeder anderen Bewerbung auch ein großer Vorteil. Wir wünschen alles Gute für die Zukunft!

Sommer, Sonne, Umweltschutz! Tipps der SV

Nachhaltige Tipps und Tricks der SV für die Sommerferien

Die SOMMERFERIEN stehen an das bedeutet reichlich Zeit für spaßig-nachhaltige Sommerausflüge.

Um gut gekleidet in den Sommer zu starten, könnt ihr, die Klamotten, die ihr nicht mehr tragt, verkaufen. Von dem Gewinn könnt ihr euch danach neue Kleidung, ebenfalls second-hand, anschaffen.
Eingedeckt mit den neuen Klamotten, empfehlen wir euch eine abenteuerliche Fahrradtour samt Picknick, mit euren Freunden oder eurer Familie, zu unternehmen. Zur Erfrischung bietet es sich an Smoothies und Früchte-Gurken-Wasser von Zuhause mitzubringen. Optimal zum Transportieren sind langlebige Flaschen und Brotdosen. Für die passenden Snacks eignen sich hier am Besten selbst gebackene Muffins und saisonale Früchte aus der Region. Im besten Fall pflückt ihr diese selbst. Auch ein paar Stunden auf dem Erdbeerfeld bringen euch fruchtige Freude und sonnigen Spaß. Aber Vorsicht!!! Damit der Spaß kein böses Ende nimmt, vergesst nicht euch einzucremen. Am besten eignet sich hier biologisch abbaubare Sonnencreme. Diese könnt ihr dann auch perfekt in den Sommerurlaub am Wasser mitnehmen. So schützt ihr nicht nur euch, sondern auch die Wasserwelt, beispielsweise die einzigartigen Korallenriffe und Tiere. Für eine erleichterte Urlaubsreise empfehlen wir euch festes Shampoo und feste Seife.
Aber vergesst nicht, dass die Pandemie noch nicht vorüber ist. Schützt euch und eure Mitmenschen mit dem Tragen einer Maske und eure Umwelt mit der korrekten Entsorgung. Des Weiteren ist es wichtig, wie ihr zu eurem Urlaubsziel gelangt und es kann einen entschiedenen Unterschied machen. Der Zug ist eine gute Alternative.
Wenn ihr die Ferien größten Teils Zuhause verbringt, könnt ihr euch der Pflege eures Gartens widmen. Das bedeutet nicht, dass ihr euren Rasen mäht, sondern dass ihr beispielsweise diverse bunte Blumen pflanzt. Schon nach kurzer Zeit könnt ihr viele verschiedene Insekten beobachten, die sich über die Blümchen freuen. Um den Insekten, beispielsweise Wildbienen, zusätzlich ein Zuhause zu bieten, könnt ihr ein Insektenhotel bauen.

Wir hoffen ihr könnt ein paar der Ideen umsetzen und wünschen euch einen erholsamen Sommer!

Eure Schulsprecherteam Benjamin und Isabella

Foto Banner: LK Spanisch Q2

Werde Kranichpate für einen nachhaltigen Schulhof

Vor ein paar Wochen hat sich unsere Klasse, die Bühnenklasse 5g, ein ehrgeiziges Projekt zur Verschönerung unseres Klassenzimmers überlegt. Gemäß einer japanischen Tradition hat der, der 1000 Papierkraniche faltet, einen Wunsch frei. Die Idee entstand aus der Frustration über den nicht enden wollenden Lockdown. Und so machten wir uns ans Werk, erst jede*r für sich zu Hause, dann in der Gemeinschaft der Klasse. Und stetig wuchs der Berg bunter Papierkraniche unterschiedlicher Größe. Auch alten Zeitschriftenseiten konnte so eine neue Bedeutung gegeben werden. Im nächsten Schritt haben wir das Meer von 1000 Kranichen an die Decke unseres Klassenzimmers gebracht. Einen ersten Eindruck kannst du dir von den Bildern machen. Alle Schülerinnen und Schüler sind herzlich eingeladen, diese einmalige Dekoration in unserem Klassenraum 108 zu besichtigen.

Aber wir können noch viel mehr, wenn du mithilfst. Wir möchten dir die Gelegenheit geben, für nur 1 € eine Patenschaft für einen unserer Kraniche zu übernehmen. Das Geld werden wir in vollem Umfang in den kommenden Wochen dafür nutzen, blühstarke Pflanzen und kleine Bäume zu kaufen und diese in der letzten Schulwoche auf dem Schulhof oder den Terrassen des Hauptgebäudes zu pflanzen. Damit wollen wir gemeinsam mit Euch unseren Beitrag zum Schutz der natürlichen Umwelt, dem Erhalt der Artenvielfalt von lebenswichtigen Insekten leisten und ein Zeichen zur Bewältigung des Klimawandels setzen. Das ist unser Wunsch, den wir uns mit dem Falten unserer 1000 Kraniche verdient haben.

Du willst Kranichpate und damit Teil unserer Gemeinschaft werden? Dann schau bei uns vorbei!!!

Wann? – Montag (21.06.) bis Freitag (25.06.) jeweils in der 1. und 2. Pause
Wo? – Aula im Hauptgebäude

Damit auch jeder sieht, dass du dabei bist, darfst du anschließend deinen Fingerabdruck auf den Baum der Paten sowie deinen Namen verewigen. Dieses kleine Kunstwerk werden wir anschließend für alle sichtbar in der Schule ausstellen.

Falls du Fragen hast, sprich uns einfach im Schulhaus an. Wir sehen uns in der Aula!!!

Die Schülerinnen und Schüler der Bühnenklasse 5g

Naturschutz – aber nachhaltig

Für ihre nachhaltigen und umfassenden Aktionen wurde die Weibelfeldschule heute mit dem zweiten Platz beim Schulförderpreis 2021 der Stiftung der Frankfurter Sparkasse geehrt. Thema des Jahres war „Natur“ und die Jury war besonders beeindruckt von dem nachhaltigen Gedanken: eine Streuobstwiese war vor wenigen Monaten angelegt worden. Dort kann der Kreislauf von der Blüte zum Apfel auch im Unterricht anschaulich gemacht wird. Die Bienen der Weibelfeldschule stehen in direkter Nachbarschaft und auch hier werden Schüler*innen in die Pflege dieses faszinierenden Organismus einbezogen in der Bienen-AG.

Im vergangenen Jahr wurden auf unserem Schulhof zudem noch mehr Lavendel, blühende Kräuter und Blumen gepflanzt, ein wahres Buffet für Insekten. Auch hier packen die Kids selbst an, um den Schulgarten in Schuss zu halten. Wiesen werden seltener gemäht, um vielen Wildblumen Raum zu geben. Das Projekt „Mehr drin als du denkst“ läuft seit mehreren Jahren und hat das Ziel, wilden Müll zu minimieren. Eingenommene Pfandgelder kommen gemeinschaftlichen Zwecken zugute, den die Schülerschaft selbst mitbestimmen kann.

Besonders die Schülervertretung ist sehr engagiert (Sprecherteam: Benjamin Middelanis, Isabella Wonner), wenn es um Natur-, Klima- und Umweltschutz geht. Sie haben eine AG ins Leben gerufen, bei der sich Lehrkräfte, Eltern und Jugendliche beteiligen, um die Schule so klimafreundlich wie möglich zu gestalten. Entstanden ist hieraus ein umfassendes Umweltkonzept. Der Preis ist für uns Anerkennung und Ansporn zugleich. Gemeinsam kann viel erreicht werden. Die Schulgemeinde ist durch die vielen verschiedenen Umwelt-Aktionen noch enger zusammengerückt. Gemeinsam kann etwas erreicht werden und an neuen Ideen und Motivation mangelt es nicht…

Der Sonne entgegen – Sonnenfinsternis angucken

Und dann noch gutes Wetter – was will man mehr?

Zwei Teleskope, drei Sonnenfinsternisbrillen, ein Spektiv und noch ein spezielles Sonnenfinsternisfernglas – und dann ein strategisch gut gewählter Ort etwas abseits der Schülermassen, aber doch zentral, dort wo viele Schüler vorbeikommen würden – so hatte ich mir das vorgestellt! Mit reichlich Equipment ausgestattet, konnte ich im Laufe einer Stunde mehrere Dutzend Schüler animieren einen kurzen Blick auf die Sonnenfinsternis am Donnerstag, den 10.6., zu werfen. Gott sei Dank spielte auch das Wetter mit: Es war zwar bewölkt, aber über die gesamte Mittagszeit war die Sonne frei sichtbar. Leider war die Finsternis nur partiell, sogar nur zu 10%, so dass man mit bloßem Auge nichts von der Sonnenbedeckung wahrnahm, weil nur ein kleiner Teil der Sonne verdeckt wurde – trotzdem im Teleskop ein interessanter Anblick.

Wie immer – auch an dieser Stelle – der mantraartige Hinweis: Nie ohne spezielle Sonnenfilter in die Sonne schauen, weder mit optischen Geräten noch mit bloßem Auge! Das Problem beim Hinschauen mit bloßem Auge ist, dass man den natürlichen Augenschließreflex ignoriert und sich dann die Augen schädigt, weil die Sonne wie bei einer Lupe einen Brandfleck auf der Netzhaut produziert. Dass man sich die Augen schädigt, merkt man leider erst zu spät, da die Netzhaut keine Schmerzrezeptoren hat.

Totale Sonnenfinsternisse sind global gesehen gar keine so seltenen Schauspiele, fast in jedem Jahr gibt es irgendwo auf der Welt eine oder sogar zwei Finsternisse. Für einen speziellen Ort, z.B. die Weibelfeldschule, sind sie allerdings sehr selten: die nächste wird erst wieder am 14. Juni 2151 stattfinden. Die letzte in Deutschland sichtbare totale Sonnenfinsternis war übrigens im Jahr 1999 – die älteren Semester erinnern sich noch daran.

Eine partielle Sonnenfinsternis ist dagegen deutlich häufiger. Die nächste wird schon nächstes Jahr, am 25.10.22, um die Mittagszeit zu sehen sein (33%). Dann bin ich bestimmt wieder auf dem Schulhof – kommt vorbei!

Gruß, Frank Rebenich

Handys für Hummeln, Bienen & Co.

Ausgediente Handys in den Hausmüll zu werfen, schadet der Umwelt und ist deshalb gesetzlich verboten. Zu viele seltene Rohstoffe gehen dabei verloren und unnötig viele Ressourcen werden weiter abgebaut. NABU und Telefónica Deutschland Group arbeiten seit 2011 beim Umweltschutz zusammen. Für die gesammelten Handys spendet Telefonica dem NABU jährlich eine feste Summe, die in den NABU-Insektenschutzfonds fließt.

Wenn also eine Reparatur nicht mehr geht, wirf dein Handy nicht einfach weg – spende es in der NABU Box und hilf so, Geld für den Insektenschutz zu sammeln und wichtige Rohstoffe zurückzugewinnen! Die Box findest du im Haupt-Schulgebäude und in der Bücherei.

Weitere Informationen zur Aktion HIER.

Im Wechselmodell

Die Umstellung auf Wechselmodell für alle ist gelungen! Seit 6. Mai 2021 sind alle Klassen zurück im Wechselmodell. Auf Grund der Ausstattung der Schule ist es punktuell möglich, die Schüler*innen von zu Hause in den Klassenraum zu schalten.

Das schulische WLAN und die digitalen Endgeräte bieten zudem die Möglichkeit Gruppen- und Partnerarbeit mit den Schüler*innen der verschiedenen Modelle durchzuführen. Die Klasse G7b arbeitet hier im NaWi-Unterricht in Partnerarbeit, wobei die Teams aus jeweils einer/einem Schüler*in aus der Schule mit einer/einem Partner*in aus dem Distanzunterricht von Zuhause zusammenarbeitet.

Kompetenzen sichtbar machen

Auch in diesem Schuljahr konnte der Kompetenznachweis Kultur erarbeitet und überreicht werden. Alexander Metz engagiert sich seit über einem Jahr in der Jugendliteraturjury „JuLiD“. Er konnte in verschiedenen Projekten zeigen, was er besonders gut kann und welche Fähigkeiten ihn ganz persönlich ausmachen.

Das Zertifikat wird seit 2018 vergeben und wurde auch diesmal in enger Zusammenarbeit mit dem Schüler erarbeitet. In verschiedenen Projekten zeigte der engagierte Schüler seine Fähigkeiten und kann nun mit dem Zertifikat auch künftig bei Bewerbungsgesprächen glänzen.

Der Kompetenznachweis Kultur wird in den Projekten „Literanauten“, „JuLiD“ und „Schulzeitung“ vergeben. Bewerben kann sich jede*r Schüler*in der Weibelfeldschule, der oder die bei einem dieser Projekte mitwirkt. Ansprechpartner und KNK-Beraterin: Linda Hein.

Informationen zum KNK hier.

 

Biblionauten heben ab

Biblionauten-Video HIER.

Noch vor den Osterferien werden sich alle Fünftklässler*innen mit Büchern eindecken – und diese in den kommenden Wochen lesen und bewerten. Die alljährliche Leseförderaktion unserer Schulbibliothek zeigt, was für unterschiedliche Welten Bücher sein können. Die Kinder, die „Biblionauten“, lernen neue Wesen kennen, entdecken Abenteuerliches, Fantastisches, Lustiges, Gruseliges… Dafür wurde extra ein kleines „Bücher-Universum“ eingerichtet, in dem die Kids nach Herzenslust stöbern können – in kleinen Gruppen und unter coronagerechten Bedingungen.

Durch das pandemiebedingt veränderte Schuljahr haben einige Kinder die Bücherei noch nicht richtig wahrgenommen, den gemütlichen Ort noch nicht für sich entdeckt und leihen jetzt das erste Mal selber etwas aus. Die Teilnahme am Biblionautenprogramm ist verpflichtend für alle Kinder. Ob das zu lesende Buch aus der Bücherei stammt, bleibt den Kindern überlassen. Beim Ausleihen gibt es allerdings eine kleine Überraschung als Motivation. Denn etwas selber ausleihen, für das Buch und die Leihfrist Verantwortung übernehmen – auch das will gelernt und geübt werden. Nach dem Lesen stellen sich die Kinder die Bücher gegenseitig vor – und motivieren so noch mehr zum Lesen. Die besten Bücher werden kreativ umgesetzt, die Buchhandlung Gut gegen Nordwind wird die kreativen Werke im Sommer 2021 in ihren Schaufenstern präsentieren.

Alle Infos und Fragen finden Sie auf der Seite der Biblionauten.